Raiffeisen-Volksbank Haßberge plant Verschmelzung mit der VR Bank Bamberg-Forchheim
Zusammenschluss zweier wirtschaftlich starker Genossenschaftsbanken in Franken geplant
28. Januar 2026
28. Januar 2026
Das kapitalstarke Institut aus Haßfurt mit etwa 700 Millionen Euro Bilanzsumme möchte Teil der mit 3,7 Milliarden Euro größeren VR Bank aus dem angrenzenden Bamberg werden. Damit möchten die beiden Genossenschaftsbanken die starke Verknüpfung der Region Haßberge mit Bamberg und ihre wirtschaftlichen Kräfte optimal für ihre Kunden zur Geltung bringen.
Die beiden Banken führen aktuell sehr zielführende Gespräche über eine gemeinsame Zukunft. Aufgrund der betriebswirtschaftlich guten Ausgangslage beider Institute und angesichts der sinnvollen Synergien einer möglichen Verschmelzung laufen die Gespräche sehr zügig.
„Durch den geplanten Zusammenschluss mit der VR Bank Bamberg-Forchheim stellen wir sicher, dass unsere gute wirtschaftliche Lage im Sinne unserer Kunden langfristig stabil bleibt“, so Stephan Merz, Vorstandsvorsitzender der RVB Haßberge.
Beide Aufsichtsgremien haben für eine Verschmelzung bereits grünes Licht signalisiert. Damit liegt ein möglicher Zusammenschluss bis zur finalen Abstimmung der Mitgliedervertreter auf der Vertreterversammlung beider Genossenschaftsbanken im Mai bestens im Plan. Die juristische und technische Fusion wäre im vierten Quartal dieses Jahres geplant.
Verschmelzung verbindet wichtige Wirtschaftsräume
Kulturell und wirtschaftlich sind die unterfränkischen Gemeinden entlang des Mains Richtung Bamberg, wie Zeil, Sand, Eltmann und Ebelsbach eng mit dem oberfränkischen Landkreis Bamberg verbunden. Viele Menschen pendeln dort regelmäßig, auch viele Betriebe haben Standorte in Bamberg und in den Haßbergen. Von der Verschmelzung profitieren Privat- als auch Firmenkunden, die in beiden Regionen tätig sind, also besonders.
„Insbesondere im Firmenkreditgeschäft ergeben sich für die Kunden der RVB Haßberge aufgrund der Größe des fusionierten Instituts auch höhere Kreditvergabemöglichkeiten“, erläutert Joachim Hausner eine der vielen positiven Auswirkungen der geplanten Verschmelzung.
Kunden profitieren vom Zusammenschluss
Durch die Verschmelzung der Institute ergibt sich ein zusammenhängendes Filialnetz von über 40 Geschäftsstellen und 30 SB-Standorten entlang der beiden wirtschaftlich bedeutenden Achsen A70 und A73 und deren Umland von Haßfurt über Bamberg und Forchheim bis an die Nordausläufer der Großstädte Erlangen und Nürnberg, sowie darüber hinaus in die Fränkische Schweiz. Damit entsteht eine der größten Flächenbanken in Franken, die wegen der hohen Filialdichte immer noch nah am Kunden und vor Ort erreichbar ist.
Joachim Hausner beschreibt die Vorteile für die Kunden: „Gemeinsam haben wir über 150.000 Kunden, die künftig von erweiterten Leistungsangeboten und höheren Finanzierungsmöglichkeiten profitieren – ohne dabei auf die persönliche Nähe und regionale Verwurzelung verzichten zu müssen.“ Eines der Aushängeschilder der VR Bank Bamberg-Forchheim ist beispielsweise die vor Ort-Kreditvergabe bis 750.000 Euro in der privaten Immobilienfinanzierung.
Attraktive Arbeitsplätze in der Region
Mit dem angestrebten Zusammenschluss wächst auch die Bedeutung der VR Bank Bamberg-Forchheim als regionaler Arbeitgeber weiter. Etwa 600 Mitarbeiter würden durch die Verschmelzung für die Bank tätig sein. Durch den Zusammenschluss gehen auch keine Arbeitsplätze verloren – im Gegenteil, beide Vorstände suchen aktiv qualifiziertes Personal. „Die gemeinsame Bank hat auch die Leistungsstärke, die immer größer werdenden regulatorischen Anforderungen mit gut qualifizierten Fachkräften und personellem Know-how zu begegnen“, so die beiden Vorstandsvorsitzenden.
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